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Nachhaltigkeitsberichterstattung
Nicht-finanzielle Indikatoren im Lagebericht
Eine 2003 verabschiedete EU-Richtlinie sieht vor, dass in
Indikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelange enthalten sein
müssen, sofern diese für die Geschäftstätigkeit
und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens von Bedeutung
sind. Wie auch in anderen europäischen Ländern wurden
daraufhin in Deutschland die gesetzlichen Regelungen für
Geschäftsberichte (§§ 289 und 315 HGB) angepasst.
Die neuen Vorgaben gelten erstmals für Geschäftsberichte
über das Geschäftsjahr 2005.
Mit dem Vorhaben soll die sachgerechte Umsetzung der neuen
Regelungen gefördert werden. Dafür wurden 80 Lageberichte
von Kapitelgesellschaften aus dem In- und Ausland auf nichtfinanzielle
Indikatoren und deren Einfluss auf die wirtschaftliche Lage
des Unternehmens analysiert.
Projektdaten
Auftrageber: Bundesumweltministerium und
Umweltbundesamt
Laufzeit: Dezember 2005 bis Ende 2006.
Bearbeitung: Borderstep Institut, Institute 4 Sustainability,
Adelphi Consult
Publikation
Umweltbundesamt (Hg.) Lagebericht
zur Lageberichterstattung. Eine Analyse der Verwendung nicht-finanzieller
Indikatoren
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x xInformationen
des UBA
Nachhaltigkeitsberichterstattung in KMUs
Nachhaltigkeitsberichte sind in der Gruppe der
internationalen Konzerne schon recht weit verbreitet. Durch
die Leitlinien der GRI besteht für diese auch ein weit
verbreiteter Quasistandard, dessen Anwendung kleine und mittlere
Unternehmen allerdings eher überfordert. Vor diesem Hintergrund
ist es sinnvoll, denjenigen Unternehmen, insbesondere den
KMU, die über weniger Ressourcen verfügen, eine
Handlungsanleitung zu geben, wie sie eine Nachhaltigkeitsberichterstattung
effizient und effektiv durchführen können.
Diese Handlungsanleitung kann praktischerweise auf den Umwelterklärungen
der vielen deutschen EMAS-Unternehmen aufbauen und einen Weg
aufzeigen, wie eine Erweiterung hin zu einem glaubwürdigen
und sinnvollen Nachhaltigkeitsbericht möglich ist.
Im Rahmen des Vorhabens wurde eine solche Handlungsanleitung
erstellt. Um eine möglichst hohe Qualität und Anwenderfreundlichkeit
der Anleitung sicherzustellen, erfolgte eine breite Einbindung
aller betroffenen Kreise.
Projektdaten
Auftrageber: Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt
Laufzeit: Dezember 2005 bis 2006.
Bearbeitung: Adelphi Consult, Borderstep Institut, Institute
4 Sustainability.
Publikation
Broschüre für KMU (Sommer 2007)
Studie zum Nutzen von Testaten
in Nachhaltigkeitsberichten
Während im angloamerikanischen Raum die
Testierung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten relativ
weit verbreitet ist, konnte sich diese Form der externen Prüfung
in Deutschland bislang nicht breit durchsetzen. Wiederholt
werden jedoch Stimmen laut, die eine Überprüfung
der Daten und Angaben in diesen Berichten durch Externe fordern.
Neben den Wirtschaftsprüfern werden auch NGO als dafür
geeignet erachtet. Die GRI-Guidelines schlagen schon seit
längerem Testate für Nachhaltigkeitsberichte vor.
Vertreter von Umwelt- und Verbraucherorganisationen
sind jedoch überwiegend der Meinung, Testate von Wirtschaftsprüfern
könnten die Glaubwürdigkeit der Berichte nicht nennenswert
steigern. Die Glaubwürdigkeit werde vielmehr durch den
Berichtsstil, durch Offenlegung von Zielen und Zielerreichung
und über das offene Ansprechen von Problemlagen, Fehlern
und Spannungsfeldern vermittelt.
Dagegen führen die Wirtschaftsprüfer
die möglicherweise beachtliche interne Wirkung von Testaten
an. Denn je nach Prüfungsgegenstand erhielten die Unternehmen
wertvolle Hinweise zur Verbesserung ihres internen Informationssystems.
Überträgt man diesen Gedanken auf eine Testierung,
die auch die inhaltliche Vollständigkeit gemessen an
relevanten Nachhaltigkeitsaspekten prüft, dann könnte
von derartigen Testaten auch ein positiver Einfluss auf die
Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens ausgehen.
Unternehmen stehen damit immer wieder von neuem
vor der Frage, ob und ggf. wie sie Ihren Nachhaltigkeitsbericht
prüfen oder anderweitig extern begutachten lassen sollen.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundesumweltministerium
eine Studie erstellen lassen, die die mit Testaten verbundenen
Strategien, die Wirkung, der Nutzen für Unternehmen und
Testierer und die zugehörigen Rahmenbedingungen analysiert
und dem Aufwand gegenüber gestellt. Die Studie leistet
so einen wichtigen Beitrag zur weiterhin erforderlichen Diskussion
über die Verwendung von Testaten in Nachhaltigkeitsberichten.
Projektdaten
Projekt von IÖW und 4sustainability
Bearbeitung: Jens Clausen (Projektleitung) Thomas Loew
Förderung: Bundesumweltministerium
Laufzeit: 2004-2005
Publikation
Clausen J, Loew T (2005) Mehr Glaubwürdigkeit
durch Testate? Evaluation des Nutzens von Testaten in Nachhaltigkeitsberichten,
Berlin Kurzfassung
(14 Seiten, 0,5 MB) Endbericht
(94 Seiten, 1,4 MB)
Deutsches Ranking Nachhaltigkeitsberichte
Das deutsche Ranking der Nachhaltigkeitsberichte
2005 setzt die bisherigen Rankings der Umweltberichte von
1994 bis 2000 fort. Im Einklang mit dem zunehmenden Wandel
der Umwelt- zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden die
Kriterien der bisherigen Bewertung der Umweltberichte überarbeitet.
Dabei wurden insbesondere die Arbeiten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
von GRI, SustainAbility und IÖW/IMUG sowie die Anforderungen
der ökologisch-ethisch orientierten Ratingagenturen berücksichtigt.
Bewertet wurden die verfügbaren Berichte
der 100 größten deutschen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
sowie der 50 größten Unternehmen in den Branchen
Handel, Banken und Versicherungen. Rund ein Drittel, sprich
53 dieser 150 Unternehmen, hatte im September 2004 einen eigenständigen
Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Aufgrund
der Bedeutung des Rankings für den Diskurs um Nachhaltigkeit
in der Wirtschaft und die davon ausgehenden Impulse hat Dr.
Volker Hauff, Vorsitzender des deutschen Rats für nachhaltige
Entwicklung, die Schirmherrschaft für das Ranking übernommen.
Die Bewertungsergebnisse wurden zunächst
am 17. Februar 2005 exklusiv in der Wirtschaftszeitschrift
Capital veröffentlicht. Im Anschluss wurden sie gemeinsam
mit den Bewertungskriterien auf der Rankingwebsite zugänglich
gemacht.
Projektdaten
Projekt von future e.V. und IÖW
Bearbeitung: Thomas Loew (Projektleitung), Jens Clausen, Udo
Westermann
Förderung: Eigenfinanzierung
Laufzeit: 2004-2005
Publikationen
Projektwebsite www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de
Dort finden sich folgende Publikationen zum Download:
Loew T, Clausen J (2005) Ranking der deutschen
Nachhaltigkeitsberichte: Anforderungen und Bewertungsskala
zur Beurteilung von Nachhaltigkeitsberichten, Berlin,
Münster
Loew T, Clausen J, Westermann U (2005) Ranking
der deutschen Nachhaltigkeitsberichte: Ergebnisse, Trends
und Perspektiven, Berlin, Münster
Weitere
Informationen zu Nachhaltigkeitsberichterstattung / CSR-Berichterstattung:
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